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Erste Hilfe bei wundem Babypopo, trocknen lassen mit wenig Aufwand

Windeln und Popos sind etwas, was in keinem Alter wirklich gut zusammen passt. Beim Großen hörte der wunde Po an dem Tag auf, wo er auf den Topf ging. Eltern kennen das: wenn das Kind wund ist, versucht man alles, mit Trockenföhnen, noch einem Fingerspiel auf dem Wickeltisch für das Lüftenlassen, und alle Sorten Cremes.

Mit verschiedenen Kniffs haben wir unser Wundsein und den Cremeverbrauch auf ein Minimum reduziert.

Wickelkniff: Kleine Babys pullern alle 10 Minuten ein wenig, größere Kinder pullern seltener, dafür größere Mengen. Wir haben anfangs das Kind auf Handtüchern und darunter einer dichten Unterlage gelegt, dazu Stulpen (Babylegs) und Socken an, später im Krabbelalter ein Gummiband (Mokomini) um den Bauch gezogen und dort ein Tuch befestigt (wie beim Sumoringer), inzwischen sind wir auf Schlüpfer und Strumpfhose mit Tuch im Schlüpfer umgestiegen. Beim Pullern reicht eine einfache kurze 30°C-Wäsche zum Spülen aus. Natürlich benötigt man einen kleinen Vorrat an Tüchern, Wechselschlüpfern und Strumpfhosen. Das Entscheidende ist nicht, dass die Windel möglichst viel Flüssigkeit aufnimmt, sondern dass man oft genug tauscht. Dann reicht auch das kleine Stoffwindeltuch aus.

Einrichtung: Ich schwöre auf die Picknickdecken. Sie sind günstig zu erwerben und sollen eigentlich vom nassen Gras her trocken halten. Aber das funktioniert auch andersrum. Sie halten trocken, wenn das Kind von oben ausläuft. Eine Picknickdecke auf dem Sofa, darüber ein Spannbettlaken und das Schlimmste wird verhindert. Teppiche müssen vorübergehend eingemottet werden, bis das Kind sicher auf den Topf geht. Zimmer mit Betten und Teppichen, die nicht zum Spielen benötigt werden, sind in windelfreien Zeiten geschlossen.

Wir sind keine super-windelfreien Eltern. Da beide Kinder aber zum Wundsein neigen, haben wir die Zeiten zu Hause in der präparierten Wohnung genutzt und in stressigeren Zeiten 1 Stunde, in besseren bis zu 6 Stunden die Plastewindel  ausgelassen. Der Po dankte es uns mit blanker und gesunder rosa Haut. Wenn wir unterwegs im Urlaub waren und zur Schonung der dortigen Polster die Windel nicht ausziehen konnten, war am 4. Tag bereits der Po wund. Das zeigte uns, dass das nervige ständige Tücherwechseln zu Hause seinen Sinn hatte. Ich würde es immer wieder so machen und weiterempfehlen. Und tatsächlich, in gewisser Weise gewöhnt man sich daran und spielt sich mit dem Kind auch ganz gut ein.

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