Archiv der Kategorie: Buchtipp

Literaturtipp: Fluter

Als junge Mutter kommt man oft nur noch wenig zum Lesen. Wenn man doch mal Zeit hat, sollte es dann wenigstens etwas Schönes sein.

Mein persönlicher Favorit ist eine Zeitung im Abo. Ich habe schon verschiedene Zeitschriften abonniert, aber immer auch wieder gekündigt. Die einzige, die seit Jahren zuverlässig in meinem Briefkasten landet, ist die Fluter.

Sie hat ein tolles Layout. Es ist heute nicht mehr selbstverständlich, dass auf so was Wert gelegt wird und man sich die Zeit dafür nimmt.

Sie hat einen tollen Inhalt. Es werden auch kontroverse Meinungen unkommentiert nebeneinander gestellt und bieten die Freiheit, mit den eigenen Werten zu einer eigenen Meinung zu kommen.

Sie kommt quartalsweise und bietet die Möglichkeit, auch gelesen zu werden, selbst wenn sie erstmal ein paar Wochen liegt, bevor ich Zeit habe. Es sind bis dahin nicht zu viele weitere Ausgaben angekommen, die obenauf gestapelt liegen und ein schlechtes Gewissen machen, obwohl einfach nur die Zeit nicht da war.

Sie kommt mit allen Vorteilen auch noch kostenlos nach Hause 🙂

Und das Etikett „Jugendzeitung“ ignoriere ich, selbst meine Eltern beziehen sie.

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Buchtipp: Meine ersten Dinge

Ein Buch, was viele Eltern kennen, ist das Buch: Meine ersten Dinge. Wir haben es von der Kusine weitergeschenkt bekommen, und dann hat es der große Bruder geliebt, dann die kleine Schwester. Das Buch ist schon ein klein wenig älter, so dass optisch einiges mit der modernen Technik nicht mehr Schritt halten kann. Aber es war eines der ersten Bücher, die beide Kinder sich als Lieblingsbuch aussuchten trotz größerer Auswahl.

Fast alle Gegenstände des täglichen Bedarfs sind sehr schön ausgesucht und immer mit vielseitigen Fühlflächen ergänzt. Die Gegenstände regen zum Hören an. Wie oft ich dem Zeigefinger nach alles aufzählen musste ;-).

Auf dem schier unüberschaubaren Büchermarkt für uns ein tolles Geschenk und lange mit das Lieblingsbuch.

Lesetipp mit Kindern: Bobo Siebenschläfer

Eines der ersten Geschichtenbücher um 2 Jahre herum ist Bobo Siebenschläfer. Es sind große Bilder und nur ein kurzer Satz erklärend zu dem Bild. Die Themen sind sehr kindernah. Wenn Bobo einkauft, wird nicht lang erklärt, was die Mutter sich wünscht und wie sie alles abfahren und bezahlen und sich langweilen, sondern es wird gezeigt, dass Bobo ins Regal greift und etwas einladen möchte, seine Mama sagt jedoch, dass sie es nichts brauchen. Und dann ist der Einkauf abgeschlossen und Bobo und Mama machen etwas anderes. Jede Geschichte hat ein harmonisches Ende, wo Bobo schläft, so dass sie sich für jede Tageszeit eignen, und eben auch als Gute-Nacht-Geschichten.

Besonders gefällt mir, dass in Bobo tatsächlich die Themen der 2-jährigen Kinder aufgegriffen werden. Es ist für mich das erste Geschichtenbuch für Kinder und unser Großer hat es heiß und innig geliebt. Allerdings gefällt mir auch der erste Band am besten und finde die anderen Bände nicht dringend anschaffenswert. Dann können die Kinder nämlich auch schon andere Bücher lesen und davon haben Eltern sicher mehr als genug, die sie mit Freude vorlesen.

Markus Osterwalder: Bobo Siebenschläfer. Bildgeschichten für ganz Kleine.

Anekdote am Rand: als unser Sohn im Spracherwerb war und den Titel vorgelesen bekam, verstand er nicht Markus Osterwalder, sondern „er mag keine Ostereier“ und wir schmunzelten.

Buchtipp zum Thema Impfen

Ich bin kein Impfgegner. Aber dennoch kann sich jeder seine eigenen Gedanken zum Thema Impfen machen und am Ende eine sachliche Entscheidung treffen.

Ganz toll ist eine Meinung zum Thema Impfen in der Zeitschrift Eltern vom Februar 14 veröffentlicht worden. -Es ging um die Empfehlungspolitik der Ständigen Imfpkommision, die bisher zum Impfen zur Vermeidung tödlicher Krankheiten und schwerer Krankheitsverläufe riet, aber inzwischen auch zunehmend Impfen zur Vermeidung von Krankheiten mit in die Empfehlungen aufgenommen hat.- Welchen Stellenwert man welcher Impfung zuordnet, muss leider jeder Elter für sich entscheiden. Auch entscheiden die verschiedenen Impfkommissionen der Länder unterschiedlich. Alle empfehlen die gleichen tödlichen Krankheiten zu vermeiden, aber in der Anzahl der Ergänzungsimpfungen gibt es unterschiedliche Ansichten je nach Nation.

Weiterer Aspekt einer Entscheidung ist nicht nur welche Impfung, sondern auch wann. Ich kann eine Impfung so zeitig wie möglich machen um so viel Risiko wie möglich auszuschließen oder ich mache eine Impfung kurz vor dem Zeitpunkt der höchsten Wahrscheinlichkeit, zum Beispiel die Pubertät oder verschiedene Entwicklungen von Eigenständigkeit und unbeaufsichtigtem Unterwegsein.

Da jede Impfung wie auch jede Krankheit immer Wirkung und Nebenwirkung hat, spielen auch diese eine Rolle bei der Impfentscheidung.

Als gute Information für Eltern fand ich das Buch von Martin Hirte:  Impfen Pro & Contra. Das Handbuch für die individuelle Impfentscheidung. Der Autor (Facharzt für Kinderheilkunde) positioniert sich selbst in keinster Weise als Befürworter und Gegner, sondern sammelt breit Aspekte von einzelnen Impfungen, wenn vorhanden, zeigt er alternative Wirkstoffkombinationen oder bietet auch die Möglichkeit die verschiedenen nationalen empfohlenen Impfpläne zu vergleichen. In den USA werden beispielsweise mehr, in den Niederlanden weniger Imfpungen als bei uns empfohlen. Das hat nichts mit mehr oder weniger richtig zu tun, sondern gibt einen Einblick in andere Perspektiven.

Das Buch ist außerdem sehr elternfreundlich geschrieben, neben einem sehr umfassenden Inhaltsverzeichnis und vorzüglich untergliederten Kapiteln zu allen einzelnen Impfungen gibt es am Ende jeder Impfung eine Kurzzusammenfassung für ganz Eilige, wer dort mehr wissen möchte, schlägt die entsprechende Unterüberschrift auf.

Auch mit diesem Buch ist die Entscheidung nicht erleichtert, aber die Überlegungen sind auf eine sehr sachliche Grundlage gestellt.  Damit empfinde ich dieses Buch als einen unentbehrlichen Ratgeber für Eltern.

Buchtipp zum Schreibaby

Vor kurzem bekam ich ein Buch über Schreibabys zum Lesen. Sofort habe ich mich an meine Wochenbettzeit mit meinem großen Sohn erinnert (er wird jetzt 3 Jahre alt). Mein Kind weinte viel, die Hebamme sagte aber: Das ist doch kein Schreibaby. Und ich probierte alles zur Beruhigung, am Ende hatte ich aber das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmte. Um mich herum die Leute sagte, ich soll doch nicht immer nur meckern, sondern mein Muttersein genießen. Und meine Nerven wurden immer dünner. Ich überlegte, ob ich mich an eine Beratungsstelle wenden kann, aber ich hatte ja kein Schreibaby, sondern nur ein schwieriges Kind. Und dann war ich wirklich am Ende und wendete mich beschämt an eine Beratungsstelle. Natürlich war es richtig, ich hätte schon viel eher gehen sollen. Hilfe kriegt jede Mutter, die Hilfe braucht und nicht erst wenn irgendwelche Kritierien erfüllt sind. Da hätte ich überhaupt nicht solange warten müssen. In dieser Situation hätte ich mir von meinem Umfeld mehr gewünscht als nur die Vorhaltung, ich solle mein Muttersein genießen. Ich hätte sinnvollen Rat und Hilfevermittlung gebraucht. Und vor allem nicht erst selber alles zusammensuchen müssen.

Umso neugieriger war ich auf das Buch „Die Schreibaby-Gebrauchsanweisung„. Steht alles drin, ist richtig, was drin steht, ist es für Mütter im Wochenbett gut komprimiert?
Überrascht wurde ich im Vorwort. Das Buch wurde von einer Mutter geschrieben, die selbst zweifelte, ob ihr Kind ein Schreibaby ist und sich mühevoll alles Wissen aus verschiedensten Quellen zusammen sammeln musste. Daher wusste sie genau, was an Wissen notwendig ist und was ihre Kinder brauchten. Und das ist das wichtigste an dem Buch. Es ist ein Buch einer Mutter für andere Mütter und entsprechend gut.
Es hat ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis, das Buch muss nicht am Stück gelesen werden, sondern kann auf die passenden Seiten vor- und zurückgeblättert werden, für Mütter mit ganz wenig Zeit gibt es neben den kompakten Kapiteln noch eine extra kurze Zusammenfassung. So ist das Buch lesbar beim Stillen, in erschlichenen Minuten im Bad oder woandes zwischendurch.

Inhaltlich war ich begeistert. Es ist vom Kind aus geschrieben, was braucht ein Kind, was hat bei anderen Eltern geholfen und wo gibt es weiterführende Hilfe, wenn das Buch nicht ausreicht. Im Buch stehen fachliches und erklärendes Wissen neben Handlungsmöglichkeiten als Eltern, vor allem sind auch kritische Momente beleuchtet. Immer wieder sind Hinweise gegeben, auf was ich achten muss, ob etwas meinem eigenen Kind gefällt oder eher nicht gut tut und was ich besser nicht tun sollte.

kap-8
Wer noch ein Geschenk zur Geburt sucht, kann anstelle von üblichen Geburtsgeschenken dieses Buch wählen (Ebook übers Internet). Gerade zum ersten Kind steht wirklich alles gesammelt über verschiedenste Aspekte des Schreiens und Alltags mit einem Neugeborenen bis hin zu trotzenden Kleinkind. Und weil jedes Baby irgendwann mal weint, findet jeder etwas für sich in dem Buch.