Archiv des Autors: Frieda Rat

Über Frieda Rat

Ich blogge über alles, was mich und meine Familie bewegt, besonders über alles, was ich gern schon früher gewusst hätte.

Ertrinken sieht nicht aus wie ertrinken – vor allem bei Kindern

Ich möchte auf einen sehr guten Artikel von Bea hinweisen, gerade jetzt, wenn die Badesaison beginnt.

www.tollabea.de/ertrinken-sieht-nicht-aus-wie-ertrinken-vor-allem-bei-kindern/

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Buchtipp: Lustige Geschichten

Eines der ersten Vorlesebücher mit Geschichten ist das Buch „Lustige Geschichten“ von Sutejew.

Es sind kurze Texte, fast die Frühform des Comics, sehr schöne Bilder in einfachen Formen und klaren Farben. Die Texte sind kurz und haben eine schöne Wortwahl, die Übersetzung ist sehr gelungen.

Gerade für kleine Kinder, die erst die chronologische Abfolge von Bildern und Geschichten kennenlernen, ist dieses Buch ein tolles Einstieg in die Geschichtenwelt.

Fahrradfahren lernen

Nachbars haben uns mit unserem Bobbycar fahrenden Sohn erklärt, wie deren Sohn Radfahren gelernt hat. Nämlich unter größter Mühe, weil er zwar Laufrad fahren konnte wie ein Weltmeister, aber die Koordination des Tretens fiel ihm unheimlich schwer. Er brauchte ewig, sich auf dem Fahrrad vorwärts zu bewegen und noch ewiger, bis er sich sicher fühlte.

Also erwarben wir ein Tretauto. Das ist wie ein Fahrrad mit Stützrädern, aber um Längen cooler. Ein Dreirad vermittelt die gleiche Koordination, jedoch sind auch dort die großen Kindertaxis aus dem Kindergarten viel ansprechender als die kleinen Hausdreiräder.

Um den Umstieg von Laufrad auf Fahrrad noch zu vereinfachen, muss der Sattel niedrig genug sein. Kinder bremsen mit den Füßen, schieben sich auf den ersten Metern mit Füßen ab und fangen sich beim Kippen mit den Füßen ab. Das Fahren sieht natürlich noch etwas angestrengt aus, wenn die Knie ans Kinn stoßen beim Fahren. Aber Sicherheit geht vor. Wenn die Kinder sicher sind, können sie mit normal-hohem Sattel fahren.

MuFuTi und andere MuFu’s

Zu DDR-Zeiten gab es den berühmten MuFuTi, den Multifunktionstisch. Das Objekt ist nicht schön, aber der Gedanke dahinter bestechend. Wenn man ohnehin etwas im Haushalt hat, warum soll man noch und noch und noch etwas anderes mit ähnlicher Funktion besitzen, wenn man alles in einem haben kann?

Ich habe von der Oma einmal kleine Dipschälchen bekommen. Schnell sind sie bei mir unverzichtbar geworden, allerdings nicht für Dips.

Da immer mal eins kaputt ging, haben wir jetzt mit fußlosen Eierbechern aufgerüstet.

Statt Mischpalette kommen die Fingermalfarben portioniert dort rein. Dann ärgere ich mich nicht, wenn sie wild zu schlammbraun gemischt werden oder ausschütten.

Es kommen Nachtischportionen in Kindergröße rein,

kleine Naschportionen von Süßem oder Nüsse, Perlen oder Glitter, Zwiebelhälften, …, und natürlich das Frühstücksei.

Licht bei wachen Nächten

Wenn nachts eine Störung ist (Stillen, Fieber messen, Kuscheltier suchen), ist es schön, wenn die Augen nicht vom Licht geblendet werden. Auf das weiße Licht reagieren die Zäpfchen im Auge, die Stäbchen für Dunkelheit werden wenig angesprochen. Das Gefühl von Augen-zusammenkneifen und geblendet sein ist der Effekt. Bei rotem Licht reagieren die Zäpfchen nicht, die „Nachteinstellung“ des Auges bleibt bestehen. Für alle fällt hinterher das Einschlafen leichter.

Als rote Lampen sind meistens die Rücklichter vom Fahrrad im Haushalt vorhanden. So muss man nicht extra ein rotes Licht kaufen. Dimmen läßt sich die kleine Lampe ganz einfach mit der Hand vor dem Lichtkegel.

Kochen für Kinder

Viele Blogs teilen ihre Familienlieblingsrezepte. Allen gemeinsam ist, es geht schnell und schmeckt allen.

Neben schnell geht es für mich immer um zuckerarm, saisonal und glutenfrei, da mein Sohn es nicht so gut verträgt.

Einzelne Rezepte finde ich immer wieder verstreut, aber regelmäßig fündig werde ich auf den folgenden 3 Seiten:

Alternativ schenken

Wenn ich mir als Mutter liebevoll Gedanken um Kindergeschenke mache und überlege, was dazu gehört, möchte ich auch gern den Dank dafür erhalten. Ich habe Wertvorstellungen, wie teuer etwas für diesen Anlass sein darf oder über welche Geschenke Kinder Freude lernen müssen wie z.B.  sich über einen Blumenstrauß oder eine schöne Torte zu freuen.

Wenn dann alle anderen noch zeitgleich mit mir schenken und versuchen, sich in Größe und Anzahl der Päckchen zu übertreffen, kommt es zu einer Geschenkeflut und ich fühle mich als Mutter übergangen und in einem Konkurrenzdruck, dem ich nicht standhalten kann. Selbst mit dem schönsten Geschenk verschwindet die Freude der Kinder bei einer Überzahl an Geschenken. Außerdem wird nicht mehr der inhaltliche Wert des einzelnen wichtig, sondern die Anzahl. Sogar das Spielen verliert an Wert gegen das bloße Aufreißen von weiteren Paketen.

Die Hälfte meiner Familie hat einen tollen Umgang damit gefunden. Für mich war es sehr kurz befremdlich, derartig unbekannte und unvertraute Wege einzuschlagen. Aber der Gewinn ist riesig.

Meine Mutter wohnt weit weg und schickt übers Jahr ohne Anlass Pakete. Die Kinder freuen sich riesig und es ist zu diesem Zeitpunkt das Einzige, so dass das Paket eine maximale Wertschätzung erfährt. Dafür kommt zu Geburtstagen nur ein kurzer Postkartengruß.

Die Tante schickt bereits ein Adventspaket, welches wir auch schon im Adventswarten öffnen. Auch hier ist es eine große Freude ohne Konkurrenzdruck oder Überfrachtung.

Die Großeltern vor Ort schenken ebenfalls nur zwischendurch und nicht dringend Anlassbezogen, was dazu führt, dass ein Weihnachtsgeschenk eher als ein „Was ich noch für euch habe“ am 28.12. übergeben wird. Auch dort ohne Überlastung.

Das setzt allerdings viel Innovation und Verständnis für die veränderten Lebensbedingungen voraus. In der Nachkriegskindzeit unserer Eltern gab es auf viele Kinder und Enkel nur wenige Geschenke. Das hat sich mit vielen erwachsenen Bezugspersonen auf wenige Kinder sehr verändert. Durch diese Veränderung muss sich aber jetzt eine ganze Familie frei machen von Erwartungsdruck und Enttäuschungen und das Geschenkeverhalten überdenken.

Wir haben das nicht-Schenken auch in der anderen Familienseite versucht, dort leider ohne Erfolg. Wenn einer nach tausend Beteuerungen „Ja, wir schenken nichts“ dann hinterher mit Geschenken in der Hand sagt: „wer nichts schenkt, ist zu faul zum Nachdenken“, dann ist der Familienkrach vorprogrammiert.

Wenn an aber mit einzelnen offen reden und schon allein die Zeitpunkte des Schenkens entzerren kann, ist für mich schon viel gewonnen.