Archiv des Autors: Frieda Rat

Über Frieda Rat

Ich blogge über alles, was mich und meine Familie bewegt, besonders über alles, was ich gern schon früher gewusst hätte.

Nase spülen bei Kindern

HNO-Ärzte empfehlen bei Schnupfen, Allergien oder Nebenhöhlenproblemen gerne Nasenduschen. Dafür muss man aber die Atmung kontrollier en können. Man muss bewusst durch den Mund atmen und den Gaumen verschließen, es ist also nichts für kleine Kinder.

Wenn die Nasen der Kinder sehr verstopft sind und die nicht schnauben können, nehmen wir das Meerwassernasenspray. Das gibt es günstig im Discounter oder der Drogerie (Achtung, der Salzgehalt ist unterschiedlich, das Spray für kleine Kinder nehmen). Mehrmals in ein Nasenloch gesprüht, löst es denn Schnupfen etwas und erleichtert das Schnauben. Gleichzeitig befeuchtet es. Das Salzwassernasenspray ist für den Großen (5 Jahre) schon selbst verfügbar und er empfindet es zum Nase putzen tatsächlich als Erleichterung.

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Zähneputzen mit dem Filzstift erklären

Mittags putzen die Kinder alleine Zähne. Wenn sie mir ihren Mund hinhalten, muss ich mit verstellter Stimme kichern, dass sind die lachenden Kariesbakterien. Wenn die Kinder ordentlich geputzt haben, ist es in ihrem Mund ganz leise. Aber was ist ordentlich geputzt? Ich habe mit dem Sohn einen Filzstift genommen und auf meinen Zeigefinger einen Strich gemalt, er auf seinen ebenfalls. Dann haben wir die Finger unters Wasser gehalten. Viel von der Farbe spülte sich sofort ab und der Strich wurde blaß. Aber er war immer noch gut zu sehen. Als wir ihn vollständig abwaschen wollen, mussten wir mit Seife und der anderen Hand sehr oft hin und her reiben. Ich habe ihm erklärt, so oft muss die Zahnbürste auf den Zähnen hin und her reiben, einmal reicht nicht. Das hat er gut verstanden und seitdem putzt er viel gründlicher.

Filme für U3-Kinder

Grundsätzlich finde ich Medien für Kinder unter 3 Jahren nicht empfehlenswert. In unserer Welt kommt man allerdings nicht darum herum und muss damit einen Umgang entwickeln.

Kinder unter 6 können noch nicht adäquat abstrahieren und damit nicht zwischen Fernsehen und Realität unterscheiden. Was im Fernsehen läuft, ist real. Sehr schnell fangen Kinder dann an, sich zu fürchten.

Gleichzeitig wirkt Fernsehen auf den Körper ein. Die Wissenschaft spricht von 5 “Fernsinnen“, die wir allgemein als Sinne kennen: Hören, Sehen, Schmecken, Tasten und Riechen. Die Fernsinne lassen uns unsere Umwelt wahrnehmen. Der Steinzeitmensch ist durch sie auf Gefahren aufmerksam geworden, möglicherweise hat der Bär in der Höhle streng gerochen und geschnieft, der Mensch hat sich schleunigst verzogen. Zu den 5 Fernsinnen kommen aber noch die “Nahsinne“: um Temperatur, Schmerz, Gleichgewicht, Lage im Raum und das Körperempfinden zu erfassen. Mit aller Kraft Anlauf nehmen, losrennen und vor einer Wand stoppen, ohne dagegen zu stolpern, das erfordert die Fähigkeit, sich im Raum wahrzunehmen und die Körperkraft richtig einzuschätzen. Diese Körpersinne werden nicht vor dem Fernseher trainiert. Die neuen Medien benötigen noch nicht einmal 5 Sinne, sondern nur die Augen und Ohren. Fachleute reden treffend von “sensomotorischer Verdummung“. Die Körpersinne reifen nicht weiter, die eigentlich zum Aufwachsen notwendig sind. Nur wer Kraft einschätzen kann, kann einen Stift halten. Nur wer die Lage seines Körpers im Raum wahr nimmt, kann eine Form im Zusammenspiel von Stift, Hand, Arm und Schulter nachzeichnen. Fernsehen leistet an dieser Stelle keinen Beitrag.

Dadurch, dass kleine Kinder das Fernsehen noch nicht verarbeiten können, sind sie auch nicht in der Lage, Fernsehen eigenständig zu beenden (viele Erwachsene übrigens ebenfalls nicht). Schnell gibt es Tränen, weil Kinder weitergucken möchten. In der Regel zeigt dieses Verhalten, dass Kinder noch zu klein zum Fernsehen sind. Erst wenn nach einer abgesprochenen Sendung eigenständig ausgemacht werden kann, zeigt das Kind (m.E.) die Fähigkeit zur Verarbeitung des Ganzen.

Dennoch gibt es manchmal Situationen, in denen Medien den Alltag erleichtern. Es gibt Kinder, die trotz aller Tricks das Nägelschneiden verweigern oder nicht inhalieren wollen. In diesen Ausnahmefällen kann eine pädagogische Entscheidung für Medienkonsum fallen. Allerdings müssen Eltern mit Stress rechnen, Kinder sind emotional angespannt bei der Sendung und verweigern dass Ausmachen.

Auch bei uns gab es solche Situationen. Wir haben als Film der Wahl Trotro, den kleinen Esel, angeschaut. Die einzelnen Filme sind zwischen 2 und 3 Minuten lang, was für kleine Kinder überschaubar ist. Die Filme sind mit wenigen Elementen und übersichtlichen Bildern gezeichnet. Die Inhalte kommen aus der Lebenswelt von 2- bis 4-Jährigen. Die Bildwechsel sind nicht zu schnell. Die Spannungskurve für Erwachsene liegt auf einer Skala von 1 bis 5 bei -2. So war diese Sendung für uns eine gute Alternative zu anderen Sendungen und für diese besonderen Umstände kann ich sie weiterempfehlen.

Die kleine Tochter liebt mit 3 Jahren immer noch Trotro. Schon Peppa Wutz, die der Bruder gern schauen würde, ist ihr zu aufregend und sie braucht Trost von Erwachsenen. So denke ich, dass die Eselfilme durchaus etwas besonderes sind.

Als Zeitbegrenzung können die Kinder bei uns Sonntags einmal eine halbe Stunde Film schauen, in der Woche gibt es nichts.

(Dieser Artikel enthält nur meine persönliche Meinung und keine verdeckten Gewinne oder Kooperationen.)

Pflaster

Neben dem Umarmen und Trostlieder singen (Singeunlustige können den Vers mit gleichem Effekt sprechen) kommt Pflastern auch eine wichtige Rolle zu.

Die Trostpflaster sind idealerweise bunt bedruckt, zumindest sind die bei uns am beliebtesten. Ich finde die langen Streifen zum Selbstabschneiden am besten.

Die wasserfesten fand ich zum Trösten nicht so gut, weil sie tatsächlich sehr gut kleben. Gerade auf dem Arm, wo Haare wachsen, tut das Ablösen weh. Wenn sie aber zu lange klebten, wurde die Haut rot und picklig.

In den richtigen Medizinschrank gehören allerdings die Strips zum Wunden verkleben für Schnitte und aluminiumbedampfte Wundauflagen (entweder als aluminiumbedampftes Pflaster oder Binde). Die Strips retten alle haushaltsgroßen Messerschnitte oder Miniplatzwunden. Und die Alu-Pflaster gehen von nässenden Wunden wirklich am besten ab.

Pimp up my Kuscheltier

Das Mädchen steht total auf Kuscheltiere und Baby spielen. Die Puppe ist irgendwie völlig uninteressant. Sie hat mich aber zu der Idee mit dem Schnuller inspiriert.
Einfach einem echten Schnuller nach Wahl den Sauger mit einem scharfen Messer abschneiden und dann eine Seite vom Klettverschluss aufkleben. An das Kuscheltier wird kreisförmig das Gegenstück des Klettverschlusses angenäht und fertig. Schon kann das Kuscheltier einen Schnuller nutzen.

Elternzeit beantragen

In der Regel macht man sich während der Schwangerschaft Gedanken über die Elternzeit, sie 12 und er 2 Monate, beide 7 Monate, oder überhaupt 2 Jahre zu Hause bleiben.

Wenn dann das Kind tatsächlich da ist, zeigt sich, dass die Elternzeit zu kurz angesetzt war und der Arbeitgeber um eine Verlängerung gebeten werden soll, oder dass das Kind zu Hause in keinster Weise ausgelastet ist und der Kitaplatz doch eher gesucht wird, kurz: es kommt auf jeden Fall anders.

Woran man vor der Geburt noch gar nicht denkt, ist zum Beispiel die Einschulung. Ein weiteres Jahr Elternzeit kann sich nicht jeder einfach so leisten. Aber um die Einschulung gut zu begleiten, nützen manchem vielleicht 4 Wochen Zeit. Der Jahresurlaub ist knapp. Einen Monat unbezahlte Freistellung bei vollem und kostenlosem Krankenversicherungschutz kann dort sehr helfen. Eltern haben gesetzlichen Anspruch auf bis zu 3 Jahren Elternzeit, einzulösen in bis zu 3 Etappen bis zur Grundschulzeit.

Aber der Arbeitgeber muss doch nur dem ersten Elternzeitantrag zustimmen, was tun? Es kommt auf die richtige Formulierung des ersten Antrags an. Wer im Erstantrag bereits einen Verweis auf noch nicht fertig geplante weiter Zeiträume macht, ist schon mal auf der sicheren Seite. Einen Formulierumgsvorschlag habe ich gefunden: “
Vorsorglich bitte ich um Übertragung nicht beanspruchter Elternzeit-Monate auf einen späteren Zeitpunkt,
max. bis zum Ende des 8. Lebensjahres des Kindes.“ Damit ist der Weg frei für die Möglichkeiten, die das Leben noch bereit hält und die wir nicht planen können.