Archiv für den Monat Juli 2017

Schmusetuch fürs Kind

Schmusetücher gibt es in allen Preiskategorien, von 4€ im örtlichen Drogeriemarkt bis 30€ im sortierten Babyfachmarkt.  Welches soll es sein?

Dafür muss man zuerst überlegen, wofür ein Schmusetuch gebraucht wird. Ein Schmusetuch ist ein sogenanntes Übergangsobjekt. Es soll einem Kind helfen, Übergänge eigenständig zu bewältigen und statt der schützenden und begleitenden Hand der Eltern das gleiche Vertrauen aus sich selbst heraus zu entwickeln. Übergänge sind im Tagesablauf der Übergang vom Wachsein zum Schlafen, oder der örtliche Übergang von zu Hause zum Kindergarten. Ein vertrautes Objekt hilft dem Kind, ohne Eltern klar zu kommen. Bei manchen Kindern sind die Übergangsobjekte keine Schmusetücher, sondern kleine Autos, Puppen, T-Shirts oder anderes. Hauptsache, es hilft dem Kind.

Wie kommt ein Kind zum Schmusetuch? Am einfachsten ist es, wenn das Kind ein  Schmusetuch von Anfang an im Bett hat und es ihm dadurch vertraut ist. Wenn ein Kind sich auf ein Schmusetuch einlässt, dann muss man als Eltern aber auch dafür Sorgen tragen, dass es verfügbar ist. Wenn eines besonders beliebt ist, so soll es auch genau dieses wieder sein.

Unser großer Sohn hat ein Schmusetuch gehabt, und es hat ihn nicht die Bohne interessiert. Dafür nimmt er ausnehmend gern Autos mit ins Bett oder in den Kindergarten. Das ist insofern kein Problem, als dass die Autos ordentlich im Rucksack warten und er tatsächlich auf sie aufpasst. Er hat bereits als Zweijähriger kein Auto verloren, sondern alle mit nach Hause gebracht. Die Tochter wiederum findet ihr Schmusetuch klasse und nimmt es überall mit hin, passt aber nicht drauf auf und ruft abends danach. Das ein oder andere fährt noch Zug oder spielt jetzt mit einem anderen Kind. So haben wir (viele!) nachgekauft und es sind aus den zwei Tüchern recht schnell mehrere Sicherheitstücher geworden. So finden wir abends meist auf jeden Fall eines.

Daher würde ich immer die Tücher aus der Drogerie kaufen. Ein teures mag gehen, aber fünf oder mehr davon? Gut ist es, von Anfang an 2 zu kaufen. Später kann man eines zu Hause lassen und das zweite in die Kita geben.

Advertisements

Alleine schlafen

Wir wurden lange Zeit belächelt, weil ein Elter immer mit im Kinderzimmer geschlafen hat und unser Elternschlafzimmer recht verwaist war.

Zu Beginn schlief ich mit dem Baby in einem Bett. Dann wurde der Große nach unten auf ein kleineres Bett umquartiert und das kleine Mädchen war das neue Baby. Als das Mädchen abgestillt war, durfte der Sohn wieder nach oben in das große Bett umziehen und die beiden Geschwister schlafen seitdem zusammen im Bett. Dazwischen liegt eine Kuschelrolle und das Stillkissen, um jedem seinen Platz zu ermöglichen und abzugrenzen. Alleine haben die Kinder trotzdem noch nicht geschlafen. Bis vor kurzem schlief noch ein Elter unten auf der Matratze, die vorher dem Sohn gehörte. Dadurch war der Weg kurz für „Wo ist meine Flasche? / wo ist mein Kuscheltier? / Ich friere, deck mich zu!“ Aber jetzt sind wir nur noch zur Hilfestellung beim Einschlafen dabei, dann können wir ins Elternschlafzimmer gehen. Die Kinder kommen am Wochenende zwar nach 6 kuscheln. Doch wenn sie während der Nacht aufwachen, gehen sie in ihr vertrautes Bett ins Kinderzimmer. Bis jetzt ist noch kein Umzug in unser Zimmer gewesen.

Viele meiner Bekannten haben das Kind im Elternschlafzimmer gehabt. Wir haben es andersrum gemacht, bei uns haben die Eltern im Kinderzimmer mitgeschlafen. Dadurch muss sich das Kind nicht umgewöhnen, wenn es ausquartiert wird, sondern die Eltern wechseln das Zimmer ins Elternzimmer. Soweit die Theorie. Bisher stimmt sogar die Praxis, ich bin sehr überrascht.

 

 

große Hocker für 0-3

Allgemein ist bekannt, dass Kinder noch nicht allein an den Wasserhahn beim Waschbecken kommen. Dafür gibt es die Fußbänke. 

Wir haben beim Ersten hochmotiviert eine gekauft und später festgestellt, dass der Kleine mit einem Jahr zwar laufen könnte, aber zu klein war, um mit der Minifußbank auch nur annähernd zum Wasserhahn zu reichen. Also befaßte ich mich mit den Sorten an Hochsteighilfen und stellte fest, dass es die in verschiedenen Höhen gibt. Natürlich müssen die kleinen Krippenkinder mit Festhalten auf die hohen Hocker steigen, bei uns reicht aber das Waschbecken zum Festhalten aus. Wenn Klettern notwendig ist, steigt die Unfallgefahr. Also muss man, bis sie sicher Klettern können, mitgehen. Da man ohne Hocker auch mitgehen muss, ist der Aufwand  der Gleiche. Dafür haben die Kinder nach meinem Erleben schnell das Gefühl, etwas alleine zu schaffen und ihre Selbstständigkeit wird gefördert. Die passende Hockerhöhe ist bei uns um die 30cm, etwas mehr oder weniger ist da gleich.

Unsere Kinder schleppen die Hocker durch die ganze Wohnung, um sich überall etwas zu holen oder etwas anzuschauen.

Kind auf der Hüfte tragen

Wer kennt das nicht. Kind schnell hochnehmen, zum Umrühren in den Topf schauen lassen, wieder runter setzen. In jeder Kultur werden die Kinder mit einer Hand auf der Hüfte getragen. Dafür verlagert man das Gewicht auf das Tragebein und macht den Rücken leicht S-förmig, damit die Hüfte weiter raus schaut und als Sitzplatz funktioniert.

Eine echte Erleichterung war für uns der HippyChick. Wie eine Gürteltasche umbinden, bequem einstellen und Kind hochheben. Besonders beim Kochen oder im Park war es hilfreich. Kurz hoch, wieder runter was anderes gucken und wieder schnell hoch zum Kuscheln und gucken, …