Archiv für den Monat Mai 2017

Haushalt, Wochenbett und Entspannung

Es gibt zahlreiche Tipps, wie man den Haushalt während der Wochenbettbetreuung verknappen kann. Die Entspannung hat jetzt Vorrang und der jungen Mutter mit Kind soll es jetzt gut gehen. Da kann der Haushalt ruhig Mal liegen bleiben.

„Super Tipps“ aus der Gemeinde sind dann oft, man soll nicht alles bügeln, Freunde können im Haushalt helfen oder für einen kochen, man soll nicht alles aufräumen und wer es unaufgeräumt nicht mag, wird nicht eingeladen. Aber mal ehrlich. Ich habe vorher schon fast nichts gebügelt. Meine Freunde kennen es alle so halbherzig aufgeräumt von vor-Kind-Zeiten. Sie räumen alle schon bei sich nicht gern auf, geschweige denn woanders, und wer zu Hause kochen soll, holt sich lieber einen Döner. Da bringt also keiner der Mutter eine Kraftbrühe mit.

Wo bitte kann ich da noch einsparen? Nicht mehr Duschen? Nicht mehr essen?

Was wirklich hilft, kostet meist viel Geld, Haushaltshilfe, Einkaufslieferservice, Nanny…

Babybrei kaufen kostet meist nicht mehr als Selberkochen und wer die Zutatenliste liest (kein Zucker, etc.), erhält auch eine gleich gute Qualität wie selbst eingefroren. Hipp hat zum Beispiel auch nette Rezeptideen entwickelt, wie aus dem Brei für das Kind im Nu eine Mahlzeit für Große gezaubert wird. So wird Kochzeit eingespart.

Wie Kartoffeln zeitsparend während des Spazierens kochen, hatte ich schon hier beschrieben.

Wer zum Abendbrot gern Brot isst, kann die Teller gleich für das Frühstück stehen lassen. Das spart Abräumzeit und Abwasch. Abends basteln junge Mütter ohnehin nix mehr am Tisch.

Die Seniorenessenlieferdienste schmecken nicht wirklich großartig, aber sie bringen mittags warmes Essen nach Hause. Mein ausgewählter Lieferdienst hatte sogar ein besonders günstiges Lehrlingsessen im Angebot. Damit bin ich gut über die ersten acht Wochen gekommen. Danach habe ich, ehrlich gesagt, aber freiwillig wieder selbst gekocht.

Kinder lernen Aufräumen nur, wenn sie dabei sein dürfen. Also wird nur in Anwesenheit des Kindes aufgeräumt. Andere Zeit ist „Quality-Time“ für die Mutter. Aufräumen heißt: Staubsaugen/Kehren, einzelne Flecken mit dem Lappen aufwischen und ein gutes Kistensystem für alles: einen Schieber für alles Spielzeug, was nicht reinpasst, ist zu viel und wird weiterverschenkt. Einen großen Korb für saubere Wäsche, man kann auch im Korb nach neuen Socken wühlen und muss nicht alles sofort legen. Eine Kiste für Papier, was irgendwann mal abgeheftet wird.

Wenn dann die Großeltern das Kind einen Tag nehmen, wird die Bude mal auf Vordermann gebracht. Das ist einfach von Zeit zu Zeit nötig. Aber zwischendurch muss man einfach schauen, welche Lücken man sich eben doch leisten kann.

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Buchtipp: Meine ersten Dinge

Ein Buch, was viele Eltern kennen, ist das Buch: Meine ersten Dinge. Wir haben es von der Kusine weitergeschenkt bekommen, und dann hat es der große Bruder geliebt, dann die kleine Schwester. Das Buch ist schon ein klein wenig älter, so dass optisch einiges mit der modernen Technik nicht mehr Schritt halten kann. Aber es war eines der ersten Bücher, die beide Kinder sich als Lieblingsbuch aussuchten trotz größerer Auswahl.

Fast alle Gegenstände des täglichen Bedarfs sind sehr schön ausgesucht und immer mit vielseitigen Fühlflächen ergänzt. Die Gegenstände regen zum Hören an. Wie oft ich dem Zeigefinger nach alles aufzählen musste ;-).

Auf dem schier unüberschaubaren Büchermarkt für uns ein tolles Geschenk und lange mit das Lieblingsbuch.

Essensreste mit Kindern

Ich gebe zu, ich habe ein starkes ökologisches Bewußtsein. Ich bemühe mich selber (mit viel Luft nach oben), weniger Müll und weniger verschwendete Lebensmittel zu produzieren. Wir haben zwischenzeitlich schon einen recht leeren Kühlschrank und trotzdem schafft es mal die ein oder andere Zucchini oder Möhre in der hinteren Kühlschrankecke ungenießbar zu werden. Mist. Super Tipps für die Verwendung von Essen gibt es an verschiedenen Stellen. Wir werden langsam besser.

Unsere Eltern haben als Nachkriegsgeneration einen viel sparsameren Umgang als wir erlernt. Je mehr sie schon richtigen Hunger erleben mussten, desto bewusster war das Essen und der Umgang mit den Lebensmitteln.

Auch wenn ich mich reflektiere und verbessern möchte, eines gönne ich mir. Die Reste meiner Kinder auf dem Teller, die zum Teil schon ein bis zwei mal im Mund waren, muss ich nicht essen und habe nicht mal ein schlechtes Gewissen. Das ist für mich Wohlstand. Die halbe geschmierte Schnitte esse ich gern auf, aber die angefangenen Bissen kann ich entsorgen. Und bin trotzdem eine gute Mutter.

Kinder richtig hochheben

Wenn meine Eltern Kinder hochheben, fassen sie immer an den Armen an und stemmen das Kind dann hoch. Damit hängt aber das ganze DSC02810Gewicht des Kindes an den Schultergelenken. Wenn das Kind noch jung ist, sind die Bänder der Gelenke noch nicht ausgereift und stabil, sondern können sich bei Überlastung dehnen und das Gelenk kann auskugeln. Wenn man das Kind dann so trägt, ist es sehr ungünstig, einmal hochheben durch die Großeltern verkraftet das Kind.

DSC02813Besser ist es jedoch für den Alltag, das Kind am Brustkorb zu fassen. Das erste Mal ist es vielleicht ein unangenehmes Gefühl, als ob ich dem Kind beim Hochheben die Luft abdrücke. Der Brustkorb ist aber sehr robust und das Kind fühlt sich nicht gestört durch ein festes Zupacken und hochheben.