Archiv für den Monat März 2017

nachts Trinken und Trocken werden

Ich weiß, dass einige Sorgen haben, wenn Kinder abends viel trinken, dass sie dann ins Bett pullern.

Meine Erfahrung ist: wenn Kinder gesund sind, wachen sie vor dem Pullern auf und haben genug Zeit, auf die Toilette zu gehen. Bei uns gab es immer nachts die Flasche im Bett. Meistens wurde sie nicht gebraucht, aber wenn doch, musste ich nicht aufstehen zum Flasche holen. Es waren aber keine Nuckelflaschen, sondern nur auslaufsichere Trinkflaschen. So war das Wasser für Durstzeiten verfügbar.

Abends die Trinkmenge einzuschränken, war für uns nicht nötig.

Anders sieht es aus, wenn Kinder aus verschiedensten psychosomatischen Ursachen her einnässen. Dort müssen unbedingt die Ursachen primär behoben werden. Der Umgang mit dem einnässenden Kind ist dann sehr individuell. Grundsätzlich sollte aber nicht das Trinken allein eingeschränkt werden, sondern andere Möglichkeiten im Umgang mit dem Kind gefunden werden.

 

Advertisements

Schwimmwindel, Badeanzug oder Badehose

Als ich für die Kinder nach Schwimmwindeln geschaut habe, war ich überrascht, dass eine Schwimmwindel eigentlich nur eine Stoffbadehose mit engem Beinabschluss ist. Die Schwimmwindel kann kein Pullern auffangen, sondern dient nur dazu, die Feststoffe eines Babys zu halten. Daher ist es wichtig, dass die Beine und der Bauchbund eng sind. So bleibt der Stuhl beim Kind. Die Einwegschwimmwindel aus der Drogerie macht das gleiche wie die Stoffschwimmwindel. Sie muss aber nach dem Stuhlen nicht ausgewaschen werden, sondern fliegt in den Mülleimer. Mehr hält sie aber auch nicht.

Stoffschwimmwindeln sehen aus wie Badehosen, sitzen eben nur straffer in den Bünden. Für Mädchen sind sie genauso wie für Jungen. Wer die Schwimmwindel gefüllt ausziehen muss, weiß, warum sie als Hose geschnitten sind, und es keine Schwimmwindelbadeanzüge gibt. Badeanzüge lohnen sich entsprechend erst ab späterem Alter, wenn die Kinder stubenrein sind.

Die Verdunstungskälte, die uns Erwachsenen nichts ausmacht, oder im Sommer sogar angenehm ist, kann ein 10kg-Kind nicht aus seiner geringen Körpermasse ausgleichen und kühlt aus. Daher haben Kinder eine geringere Temperaturtoleranz und eine geringere Zeitdauer für Kälte als wir Großen.

Ob Badehose oder Badeanzug würde ich entsprechend von den Umständen abhängig machen. In Schwimmhallen ist es für kleine Kinder meist sehr kalt. Dort würde ich versuchen, den Kindern so wenig nassen Stoff wie möglich an den Leib zu ziehen. Daher trägt mein kleines Mädchen noch Badehosen. Sollte sie später den dringenden Wunsch nach einem Anzug äußern, reicht es mir immer noch. Schon so frieren die Kinder sehr schnell.

Im Planschbecken im Garten hingegen würde ich eher mehr Stoff anziehen. Es gibt tolle UV-Schutz-Kombis, die Arme und Beine zum Teil mitbedecken. Aufgrund der Wasserlöslichkeit der Sonnencremes sind sie eine tolle Ergänzung. Solange die Sonne ausreichend warm scheint, geht es auch mit dem Frieren. Allerdings muss auch die UV-Klamotte sofort nach dem Planschen gegen was trockenes getauscht werden, damit die Kinder sich nicht verkühlen.