Archiv für den Monat November 2016

ins Cafe mit Kind, ins Kindercafe

Wieder was, was ich viel zu spät erfahren habe. Immerhin habe ich es mit Kind 2 nutzen können und mich mit Freundinnen im Kindercafe getroffen. In Dresden gibt es das Kindercafe Mutzelhaus und das Kindercafe Kleckerbar. In diesen Cafes müssen alle Hausschuhe anziehen, damit der Fußboden krabbelgeeignet bleibt, es gibt Spielzeug und eine Wickelmöglichkeit, die Speisekarte ist kind- und müttergerecht und die Kinder dürfen offiziell lärmen und spielen. Kindercafes sind eine tolle Sache für junge Eltern, um sich gemütlich mit anderen zum Quatschen zu treffen und das Kind anbei herumwuseln lassen zu können. Sicher gibt es solche Cafes auch in anderen Städten, die Suche lohnt sich.

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Spieltipp: Sand im Schieber

Wir haben eine kleine Schublade in einer Kommode leer geräumt und mit dem Magic-Sand gefüllt, der läßt sich schön bauen und gut wegkehren. Die Schublade hat den Vorteil, dass durch den hohen Rand nicht zu viel daneben fällt und es hinterher gut aufgeräumt werden kann.

Seit er 1,75 Jahre alt ist, darf der Große dort spielen. Das Mädchen hat schon immer mal neidisch geschielt, aber er hat nur im Sand gespielt, wenn sie nicht da war. Seit sie nun 1,5 Jahre alt ist, hat sie auch den Sand in der Schublade entdeckt. Erstaunlicherweise hat sie schon ganz gut verstanden, dass der Sand im Schieber bleibt und nicht mit beiden Händen rausgeschüttet wird. Das ein oder andere Krümel fällt natürlich daneben, ist halt so, und ist im Rahmen. Allerdings haben wir PVC und keinen Teppich.

Weil es Streit gab, haben wir nun 2 Sandschieber, die werden auf den Fußboden gestellt, wenn der Wunsch besteht und hinterher wieder aufgeräumt. Finde ich eine ganz tolle Sache für drinnen, und macht den Kindern lange Spaß. Kuchen backen, Baustelle spielen, alles ist möglich.

Schneeanzug erst ab Größe 92 kaufen

Eine Freundin hat mir den passenden Tipp gegeben: wenn ich beim Schneeanzug mit Haargummis die Ärmel und Beine zumache, dann kann ich das Baby schon in einen größeren Anzug stecken und brauche nicht extra noch Handschuhe oder warme Schuhe anziehen. Zumal Babys das Anziehen mehrheitlich doof finden.

Im ersten Lebensjahr wachsen Kinder ohnehin so schnell, dass ich für einen Winter 1-2 Größen kaufen muss. Gute Schneeanzüge sind teuer, auch die tollen Softshellanzüge für die Übergangszeiten kosten eine ganze Menge Geld.

Die meisten Kinder fangen in der Regel um den ersten Geburtstag an zu laufen und tragen mehrheitlich irgendwas um Größe 86. Die Größe 86 wird oft als Doppelgröße 86/92 angeboten.

 

Daher habe ich Anzüge grundsätzlich erst ab der Größe 92 gekauft. Zuerst habe ich die Ärmel und Beine verschlossen. Wenn die Kinderbeine zum Verschließen zu lang waren, habe ich dicke Socken und eine Decke im Kinderwagen darübergeschlagen, die Anzugbeine umhüllten aber noch die Füße und wärmten zusätzlich. Zum Laufen habe ich es wieder geöffnet und notfalls ein kleines Stück umgeschlagen.

Erste Hilfe bei wundem Babypopo, trocknen lassen mit wenig Aufwand

Windeln und Popos sind etwas, was in keinem Alter wirklich gut zusammen passt. Beim Großen hörte der wunde Po an dem Tag auf, wo er auf den Topf ging. Eltern kennen das: wenn das Kind wund ist, versucht man alles, mit Trockenföhnen, noch einem Fingerspiel auf dem Wickeltisch für das Lüftenlassen, und alle Sorten Cremes.

Mit verschiedenen Kniffs haben wir unser Wundsein und den Cremeverbrauch auf ein Minimum reduziert.

Wickelkniff: Kleine Babys pullern alle 10 Minuten ein wenig, größere Kinder pullern seltener, dafür größere Mengen. Wir haben anfangs das Kind auf Handtüchern und darunter einer dichten Unterlage gelegt, dazu Stulpen (Babylegs) und Socken an, später im Krabbelalter ein Gummiband (Mokomini) um den Bauch gezogen und dort ein Tuch befestigt (wie beim Sumoringer), inzwischen sind wir auf Schlüpfer und Strumpfhose mit Tuch im Schlüpfer umgestiegen. Beim Pullern reicht eine einfache kurze 30°C-Wäsche zum Spülen aus. Natürlich benötigt man einen kleinen Vorrat an Tüchern, Wechselschlüpfern und Strumpfhosen. Das Entscheidende ist nicht, dass die Windel möglichst viel Flüssigkeit aufnimmt, sondern dass man oft genug tauscht. Dann reicht auch das kleine Stoffwindeltuch aus.

Einrichtung: Ich schwöre auf die Picknickdecken. Sie sind günstig zu erwerben und sollen eigentlich vom nassen Gras her trocken halten. Aber das funktioniert auch andersrum. Sie halten trocken, wenn das Kind von oben ausläuft. Eine Picknickdecke auf dem Sofa, darüber ein Spannbettlaken und das Schlimmste wird verhindert. Teppiche müssen vorübergehend eingemottet werden, bis das Kind sicher auf den Topf geht. Zimmer mit Betten und Teppichen, die nicht zum Spielen benötigt werden, sind in windelfreien Zeiten geschlossen.

Wir sind keine super-windelfreien Eltern. Da beide Kinder aber zum Wundsein neigen, haben wir die Zeiten zu Hause in der präparierten Wohnung genutzt und in stressigeren Zeiten 1 Stunde, in besseren bis zu 6 Stunden die Plastewindel  ausgelassen. Der Po dankte es uns mit blanker und gesunder rosa Haut. Wenn wir unterwegs im Urlaub waren und zur Schonung der dortigen Polster die Windel nicht ausziehen konnten, war am 4. Tag bereits der Po wund. Das zeigte uns, dass das nervige ständige Tücherwechseln zu Hause seinen Sinn hatte. Ich würde es immer wieder so machen und weiterempfehlen. Und tatsächlich, in gewisser Weise gewöhnt man sich daran und spielt sich mit dem Kind auch ganz gut ein.