Archiv für den Monat September 2016

ab wann tragen Kinder feste Schuhe?

Die kleine „Mesta“ kann nun schon recht gut laufen, sie schwankt zwar immer noch wie hoher Seegang, aber sie bewegt sich selbst am liebsten aufrecht fort. Durch die Wärme in den letzten Wochen hatten wir recht wenig angezogen und die Knie sind recht zerschabt vom Stürzen. An den Füßen hat sie gern und freiwillig die Krabbelschuhe mit ihren Schafen angezogen. Sie liebt sie heiß und innig und die Füße sind wenigstens etwas geschont auf den Steinen. Nun sind ja die warmen Tage vorbei und eigentlich müssten wir vom Wetter her auf festere Schuhe umsteigen.

Zwei Dinge sprechen dagegen. Zum einen habe ich gelernt, dass Kinder erst dann feste Schuhe anziehen sollen, wenn sie mit dem gesamten Fuß auftreten. Kinder haben beim Laufenlernen mehrheitlich eine Phase, in der sie auf Zehenspitzen laufen. Erst wenn diese Phase abgeschlossen ist, sollen sie feste Sohlen tragen (natürlich so wenig wie möglich und wenn es geht, drinnen weiter barfuß oder mit Socken). Der zweite Grund dagegen ist lautes und langanhaltendes Gebrüll von Seiten der kleinen „Mesta“, die einfach keine Lust auf feste Schuhe oder Gummistiefel hat. Sie trägt die Schuhe zwar gern mit den Händen durch die Wohnung, aber wehe, einer berührt ihren Fuß.

Dafür spricht wiederum, dass die Tagesmutter erwartet, dass das Mädchen feste Schuhe trägt. Sie geht täglich raus, auch wenn das Wetter feucht ist. Bei Regen und Kühle bringen uns die tollen Lederpuschen nicht weit. Und die Tagesmutter kann es sich nicht leisten, das Mädchen im Wagen sitzen zu lassen, bis sie Lust hat, die Schuhe anzuziehen.

Im Moment lassen wir sie weiterhin die Schafpuschen anziehen und werden sehen, was die Tage bringen. Immerhin, meinem orthopädischen Gewissen und dem Mädchen gefällt’s so.

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die hinteren Herdplatten

Alter Großmuttertipp: hab ich im Kindergarten gelernt, wer mit Kindern kocht, kocht auf der hinteren Herdplatte. Nur manchmal kocht mein Mann komplizerter, am Wochenende, dann nehmen wir mehr Herdplatten, sind aber auch zu zweit und passen auf, dass die Kinder aus der Küche bleiben. Aber Eierkochen und sowas machen wir inzwischen automatisch auf den hinteren Herdplatten. Wenn die kleinen Griffelchen auf den Herd langen, um zu schauen (sich hochziehen und groß machen), dann verbrennen sie sich nicht gleich die Finger.

Tiere zum Spielen

Bei Kinderspielzeug gibt es verschiedene Vorlieben. Eine Freundin schwört auf Holztiere, die haben eine warme Haptik und ein harmonisches Äußeres, wenn man hochwertige kauft. Plastetiere sind hingegen sehr lebensecht gestaltet.

Ich gestehe, ich finde die Plastetiere toll, aber nicht die aus dem Sonderangebot aus dem Discounter, sondern die hochwertigen. Ohne hier Schleichwerbung machen zu wollen, bin ich da Markentreu, da ich sie einfach sehr liebevoll und detailliert gestaltet finde. Die haben korrekte Bemalung und können auf allen Beinen stehen, es verbiegt sich nichts und es bricht nichts ab. Dafür gibt es immer nur mal ein einzelnes geschenkt und die Verwandtschaft hat auch verschiedentliche Möglichkeiten, mit zu schenken.

Für die jüngeren finde ich die Tiere aus der Umgebung gut, Bauernhof- und Waldtiere wie Fuchs, Wolf, Bär oder Pferd, Kuh und Schaf. Besonders toll fand ich, dass Schleich ein trinkendes Fohlen hatte (leider nicht mehr im Sortiment, ich habe es gebraucht gekauft). Wie sonst erkläre ich meinem Kind, wozu die Kuh ein Euter hat und wo die Milch herkommt? Er hat das Prinzip verstanden und läßt jetzt alle Tiere bei ihren Tiermüttern trinken.

Auch die kleine Schwester liebt die Tiere und läßt die Hufen der Pferde klappern und strahlt, dass sie solches schon unterscheiden kann und wiedererkennt. Damit wachsen die Tiere mit, ich vermute, vom Krippenalter bis ins Grundschulalter.

 

 

Kinderschuhe neu oder gebraucht kaufen?

Kaum eine Diskussion wird so emotional geführt wie die Frage, ob ich Schuhe neu kaufe oder gebrauchte suche. Wer keine guten Freunde mit Kindern hat und sein erstes Kind erwartet, schwört Stein und Bein, dass nur neu geht, gebraucht ist super eklig. Wer in der Familie etwas ältere Kinder hat, kriegt schon mal das ein oder andere Paar rübergereicht, was nicht lang getragen wurde. Und wer selbst 2 oder mehr Kinder hat, der hat meistens schon mal das ein oder andere Paar unter den eigenen Kindern weitergegeben. Ist das nun gut oder schlecht?

Es kommt immer darauf an, wem man glaubt. Ich neige dazu, verschiedenen Kinderorthopäden zu glauben, die sagen, es schadet überhaupt nichts. Man sollte darauf achten, dass die Schuhe ordentlich aussehen. Insbesondere die Sohle muss gerade und gleichmäßig (und nicht zu viel) abgelaufen sein. Dann kann der Schuh ohne Bedenken weiterverwendet werden. Kinder empfinden gebrauchte Schuhe sogar zum Teil als angenehmer, weil der Vorgänger sich schon die Blasen gelaufen hat und der Zweitbesitzer sie viel weicher übernehmen kann.

Der Schuhmacher einer Freundin sagte ihr noch einen Hinweis: Es ist egal, wie teuer Schuhe waren und welche Marke draufsteht. Nach 10 Jahren ist für alle Schluss, weil dann die Weichmacher aus der Sohle verdünnisiert sind und die Sohlen wie eine alte Brotscheibe einfach nur noch zerkrümeln. Also die Schuhe des Erstgeborenen aufheben und auf den Nachzügler warten, ist nicht immer die beste Idee, dann lieber gleich an jemand nettes weitergeben.

schnell mal kochen

Wer kleine Kinder hat, der weiß, dass man um 11 Essen muss, damit sie um 12 zum Mittagsschlaf gehen können. Aber in der kurzen Zeit vormittags soll man mit dem Kinde rausgehen und das Mittagessen punktgenau warm servieren, eventuell noch anderen Haushalt machen. Einfach ist das nicht.

Ich habe von meiner Mutter noch einen Tipp gelernt, mit dem man sich das Kochen wenigsten etwas erleichtern kann. Wer kein Gourmet ist und die Kartoffeln nicht mit Sekundenuhr ziehen lässt, der wird sie zum Essen-lernen ohnehin eher zu weich als zu hart kochen. Nach dem Frühstück werden die Kartoffeln im Wasser angesetzt und kurz aufgekocht, dann wird der heiße Topf in ein Badetuch gewickelt, damit die Wasserdämpfe aufgefangen werden. Der Topf wird ins Schlafzimmer ins Bett gepackt und mit 1 oder 2 Decken warm zu gedeckt. Ca 2-3h später sind die Kartoffeln gar gezogen und weich und sofort nach dem Abgießen servierfertig, also erst zum Essen aus dem Bett holen. Das Spiegelei dazu oder was auch immer ist etwas schneller gemacht, so dass das Essen zeitig auf dem Tisch steht.

Das gleiche geht mit Milchreis, Nudeln, Reis oder Hirse, dort muss man aber aufpassen und die passende Menge Flüssigkeit nehmen, da es vollständig quillt.

Die Methode hat neben des guten Zeitmanagements noch 2 weitere Vorteile, man spart eine Menge Strom beim Kochen und es brennt nichts an geschweige denn kocht die Milch beim Milchreis über. Gerade bei der Vollwertkochmethode beim Reis bin ich normalerweise ein Talent im Anbrennenn lassen.

Es gibt aber auch einen Riesennachteil. Das Kind muss dem Bett fern bleiben, ich habe immer das Elternbett genommen und die Schlafzimmertür verschlossen. Dort war nichts weiter für das Kind drin.

Dafür bringt mir mein Großer manchmal seinen Spieltopf aus der Küche und stellt ihn mir ins Bett, aber ich soll aufpassen, dass ich mich auch nicht verbrenne 😉