Archiv für den Monat Juli 2016

die besten Fingerspiele für die Kindheit

Die besten Fingerspiele sind die, die man aus seiner eigenen Kindheit kennt. Warum? Weil man sie kennt. Fingerspiele machen nur Spaß, wenn man sie nicht aus einem Buch vorlesen muss und nicht weiß, wie man die Finger hält, sondern wenn man sie kennt und beim Reden nicht nachdenken muss, sondern mit dem Kind lachen und schäkern kann.
Eine Freundin hatte mich nach einem Buch für gute Fingerspiele gefragt. Meine Antwort war: Keins. Mit 10 Fingerspielen kommt man durch die ganze Kindheit. In jedem Buch stehen so viele Fingerspiele drin, die einem ohnehin nicht gefallen oder zu schwer sind. Richtig gut lernen, dass man sie dann mit Freude und ohne großes Nachdenken mit dem Kind machen kann, können wir ohnehin nur eine geringe Anzahl. Und Google macht es möglich. Sucht einfach im Netz nach den Fingerspielen eurer Kindheit, falls ihr sie vergessen habt.
Für die, die gerne noch einen Praxistipp suchen, habe ich meine Top10 mal gesammelt, mit der ich durch die Kindheit meiner Kinder komme. Die Altersangaben sind Vorschläge, wie ich erlebt habe, dass sie zum Alter passen.
Fingerspiele im ersten Lebensjahr werden mehrheitlich auf dem Wickeltisch gemacht, während die Pupe des Kindes mal ein bisschen Luft bekommt und der Haushalt auf die Eltern brav wartet.
Ab dem zweiten Lebensjahr bieten sich Fingerspiele an, um kurze Wartezeiten zu überbrücken, zum Beispiel am Tisch, bevor das Essen fertig warm ist, oder vor dem Schlafen oder in der Straßenbahn

 

10 kleine Zappelmänner (ganze Hand)
Erstes Lebensjahr

 

Das ist der Daumen (einzelne Finger)
Ab erstem Lebensjahr
Wir fahren mit dem Fahrrad (Beine)
Erstes LJ

 Ich fahr mit meinem Fahrrad
von Spandau nach Berlin,
von Spandau nach Berlin,
und wenn ich keinen Platten hab,
dann komm ich heut noch hin.

Sacht gegen die Handinnenflächen strampeln lassen

Jetzt seh ich schon den Funkturm
und auch das ICC,
und auch das ICC.
Ich radel bis zum Kudamm
und dann zum KaDeWe.

Die Arme abwechselnd auf und ab bewegen und überkreuzen

Nun muss ich heimwärts radeln,
das fällt mir garnicht schwer,
das fällt mir garnicht schwer.
Die Mama steht am Fenster,
und freut sich schon so sehr.

Rechtes Bein über das linke Bein grätschen

Ich geb ihr schnell ein Küsschen
und streichel sie ganz sacht,
und streichel sie ganz sacht,
dann geh ich in mein Kuschelbett
und sage gute Nacht.

Rechten Fuß über Kreuz zur linken Hand führen und umgehkehrt.
(Melodie: „Alle meine Entchen“)

Advertisements

Kinder und Zucker

Mit der Kleinkindernährung ist es schon ein Kreuz, wie macht man es richtig zwischen Vorbild, Genuss und Gesundheit.

Ich habe heute mal gewogen, mit wieviel Zucker das Kakaopulver früh zu Buche schlägt. Er trinkt gern Kakao und kriegt den auch früh, den Rest des Tages gibt es Milch und Wasser. Für mich war, wichtig, wieviel Zucker ich noch für das Vesper übrig habe. Um so größer war der Schock. Für zwei Tässchen leckeren Kakao ist die Tagesration Zucker von 15g schon aufgebraucht. Da kommt aber noch die Marmelade drauf. Und gevespert haben wir auch nicht.

Ganz umstellen werd ich nicht. Der Kakao wird wohl ab jetzt ein bisschen dünner gemacht. Und ich werde Varianten suchen, das Vesper zuckerfrei zu gestalten. Davon ausgenommen ist gemeinsames Familienkuchenessen. Aber eben nicht jeden Tag. Heute gab es Eierkuchen, der ist schon laut Rezeptbuch zuckerfrei. Mein Kompromiss ist Zuckerrohrmelasse auf die Eierkuchen, das ist ein bisschen süß. Außerhalb der Zuckerrechnung zähle ich unbehandeltes Obst, was gekaut werden muss. Dort ist es wie bei Nüssen, wir sind satt bevor wir dick werden, weil durch das Fruchtvolumen unser Sättigungsgefühl ganz gut funktioniert. Und es ist noch keiner an zuviel Obst und Gemüse gestorben. Die Saison ist ja zum Glück auch grad gut für ein reichhaltiges Obstangebot. Und schon sind wir bei weiteren zuckerfreien Möglichkeiten angelangt: weißer Joghurt mit frischem Obst (auch süß durch das Obst, Müsli schmeckt kleineren Kindern eher nicht), Butterbrot / Wurstbrot / Käsebrot oder Knusperfilinchen. Und mehr Ideen sammle ich noch.

Und dann gehen wir doch von Zeit zu Zeit mal Eis essen, das schmeckt nicht nur den Kindern, sondern eben auch uns Eltern.

Lesetipp mit Kindern: Bobo Siebenschläfer

Eines der ersten Geschichtenbücher um 2 Jahre herum ist Bobo Siebenschläfer. Es sind große Bilder und nur ein kurzer Satz erklärend zu dem Bild. Die Themen sind sehr kindernah. Wenn Bobo einkauft, wird nicht lang erklärt, was die Mutter sich wünscht und wie sie alles abfahren und bezahlen und sich langweilen, sondern es wird gezeigt, dass Bobo ins Regal greift und etwas einladen möchte, seine Mama sagt jedoch, dass sie es nichts brauchen. Und dann ist der Einkauf abgeschlossen und Bobo und Mama machen etwas anderes. Jede Geschichte hat ein harmonisches Ende, wo Bobo schläft, so dass sie sich für jede Tageszeit eignen, und eben auch als Gute-Nacht-Geschichten.

Besonders gefällt mir, dass in Bobo tatsächlich die Themen der 2-jährigen Kinder aufgegriffen werden. Es ist für mich das erste Geschichtenbuch für Kinder und unser Großer hat es heiß und innig geliebt. Allerdings gefällt mir auch der erste Band am besten und finde die anderen Bände nicht dringend anschaffenswert. Dann können die Kinder nämlich auch schon andere Bücher lesen und davon haben Eltern sicher mehr als genug, die sie mit Freude vorlesen.

Markus Osterwalder: Bobo Siebenschläfer. Bildgeschichten für ganz Kleine.

Anekdote am Rand: als unser Sohn im Spracherwerb war und den Titel vorgelesen bekam, verstand er nicht Markus Osterwalder, sondern „er mag keine Ostereier“ und wir schmunzelten.

Badetiere

Die meisten Verwandten kaufen gern mal was kleines zum Spielen. Das mag sich manchmal  unpassend doppeln, gut ist es jedoch bei den Badetieren. Wer mit Badezusatz badet oder gar mit Ölbad, weil ein Kind trockene Haut hat, der muss die Badetiere regelmäßig wegwerfen und durch neue ersetzen. Sie schimmeln nämlich innendrin durch die Badezusatzrückstände. Wenn dann neues Wasser eingefüllt wird und rausspritzt, dann kommen diese Schimmelsporen oder sogar schwarze Fladen mit raus. Deswegen lieber öfter tauschen und über das viele Schenken freuen.

die richtige Babybadewanne

Welches die richtige Badewanne ist, muss jeder für sich nach den eigenen Vorlieben herausfinden. Ich habe mal verschiedene Varianten aus meinem Freundeskreis gesammelt.

Wer selbst gern badet, der kann sogar auf die Anschaffung einer Babywanne verzichten und sich einfach selbst ein Bad einlassen und das Baby mit hineinnehmen. Bedingungen sind, dass man selbst keinen Badezusatz verwendet und kühl badet. Schaumbäder sind zu aggressiv für die neue Babyhaut, ausgenommen sind native Öle (Sonnenblumenöl, Olivenöl oder sogar teures Mandelöl, je nach Duftwunsch). Außerdem macht es sich mit einem Partner besser, da das Baby sicher rein und raus  und abgetrocknet werden muss. Das finde ich etwas kompliziert, wenn man selbst nass in der Wanne sitzt. Badetemperatur ist 37°C. Für mich persönlich war das keine Option, da es mir zu kalt war und ich lieber heiß bade. Und kalt anfangen, um zu warten, dass das Baby endlich raus geht und dann heiß nur noch schnell Haare waschen und auch raus, das war mir nix. Aber einige Väter baden gern mit Kind. Sie haben sonst ja nicht so viele Alleinstellungsmerkmale wie die mütterliche Brust.

Für das Babybaden gibt es die Option Badewanne oder Badeeimer.

Mit den Badewannentypen habe ich nicht so viel Erfahrung, es gibt glatte Wannen und Wannen mit Sitzhilfen. Bei einer Freundin habe ich mal eine glatte Wanne ausprobiert. Ich fand es ziemlich anstrengend, mein Kind festzuhalten. Sie  sagte mir, dass sie auch eine Weile für die Technik gebraucht habe. Tipp beim Wannenbad ist auf jeden Fall ein großer Waschlappen oder ein kleines Handtuch und ein Becher. In der Wanne schaut der Babybauch raus, dort wird der Waschlappen drauf gelegt und mit dem Becher mit warmem Wasser übergossen. So ist auch der Bauch warm beim Baden. Wannen mit Sitzhilfen sind sicher hilfreich, haben aber den Nachteil, dass sie nicht anders zu verwenden sind (auf dem Bauch planschen etc.)

Mein persönlicher Favorit war der Badeeimer. Wassersparend und warm, das Baby ist bis zu den Schultern im warmen Wasser und es kann nicht wegrutschen. Die Haltetechnik ist aber auch erst zu erlernen (am besten die Hebamme fragen) und die Kinder sind nach 6-8 Monaten rausgewachsen. Mir war es das aber wert. Ich konnte das zweite Kind ohne Probleme alleine waschen, da ich dann schon Übung hatte.

Seit meine Kinder sitzen können, sind sie in den Wäschekorb umgezogen. Den Tipp hatte ich von einem Kollegen erhalten. Es gibt Wäschekörbe ohne Löcher, es paßt vergleichbar viel Wasser rein wie in eine Babybadewanne, aber die Wände sind viel steiler, nämlich einfach viereckig hoch. Letztens ist mein Mädchen beim Planschen gerutscht, in einer glatten Wanne wäre sie unter Wasser gerutscht, durch die steilen Wände konnte sie sich aber gut abfangen. Auch spart es im Vergleich zur ganz großen Wanne immer noch viel Wasser. Kinder baden erfahrungsgemäß sogar bis 4 Jahren gerne in den kleinen Wannen. Mein Großer wünscht sogar extra den Wäschekorb statt der großen Wanne, weil er auch die Sicherheit mag, in der großen Wanne fühlt er sich unsicher.

Alternativ zur großen Wanne gibt es noch einen Wannenverkleinerer. Das ist eine kleine Wand, die in der Mitte der Badewanne einfach mit Saugnäpfen eingestellt wird. Den fand ich selbst auch toll, er geht aber nur in normal breite Wannen hinein, ist also nichts für kleine Bäder mit einer Sparversion einer Badewanne.