Archiv für den Monat Mai 2016

11-02

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Welche Babysachen werden am liebsten verschenkt?

Wenn im eigenen Bekanntenkreis ein Baby geboren wird, ist es naheliegend, etwas Hübsches zum Anziehen zu verschenken. Über was freuen sich aber Eltern am meisten?

Grundlegend gilt: wenn etwas Spezielles verschenkt wird, muss man unbedingt Rücksprache mit den Eltern halten. Sonst kann es passieren, dass die Eltern es sich zum Zeitpunkt des Schenkens bereits selbst gekauft haben oder andere Vorstellungen haben oder es gar nicht brauchen (Babybett, Tragetuch, Autositz, Taufkleid, …).

Ohne Bedenken kann man immer Alltagssachen schenken, Bodies, Tshirts, langärmlige Pullover und Hosen. Für Mädchen gilt es zu beachten: viele erwachsene Frauen tragen rosa Tshirts, aber KEINE kombiniert sie mit rosa Hose, rosa Jacke und rosa Haarschleife, sondern nur mit Jeans, schwarzer Jacke oder sonstwas. Wenn man aber im Kleiderladen für Kinder schaut, ist die Auswahl an rosa Mädchensachen unüberschaubar groß. Es ist also davon auszugehen, dass die Eltern bereits genug rosa Sachen besitzen, aber noch passende Teile zum Kombinieren brauchen (zum Beispiel Pumphosen, die eine Größe mitwachsen, gibt es in tollen Farben und Stoffen, Jersey,  Jeans, Cord, grau, blau, braun, …).

Weiße Babysachen sind ebenfalls tabu, entweder kann man sie nur untendrunter ziehen (dann sind garantiert gelbe Babystuhlflecken drauf) oder obendrauf ziehen sie magisch Grasflecken, Tomatensoßen- und Karottenflecken oder Pfützen an. Dabei sind sie nicht mehr wie früher in der Kochwäsche waschbar, sondern in der popeligen 30°C-Wäsche. Da wird nix sauber. Wer Eltern schonen möcht vor umfangreichen Waschtagen, schenkt also bunt!

Zu Sachen für besondere Anlässe gilt: es gibt kaum besondere Anlässe und meistens haben die Eltern für diesen Anlass bereits selbst voller Vergnügen geshoppt. Inka hat das sehr schön beschrieben in ihren Schenkempfehlungen. Besondere Sachen werden also kaum benötigt.

Als Größenempfehlung starte ich bei Größe 62 für Neugeborene, da die Erstausstattung meist schon vorhanden ist und die Größe drauf erst wieder gebraucht wird, und rate immer zu 1 bis 2 Größen größer als die aktuelle Größe, bei der 74 schenkt man also mindestens 86, besser aber 92. Im ersten Lebensjahr wachsen Kinder sprunghaft und überspringen dabei sogar mal eine Größe. Und Oberteile ziehen sich einfach viel besser über die Arme an, wenn sie etwas lockerer sitzen als zu eng. Ich habe Oberteile deshalb grundsätzlich eine Nummer größer angezogen.

 

Wie Kinder gerne Gemüse essen

Kinder essen von Natur aus gerne süß. In der Urzeit war Süße ein Indikator für genießbar, bei sauren oder bitteren Sachen musste man sich im Gegenzug schon auskennen. Kinder im zweiten Lebensjahr waren entsprechend mäklig. Wenn sie sich das erste Mal krabbelnd von der Mutter fortbewegen konnten, überlebten schließlich nur die, die nichts Giftiges gegessen haben, also kleine Süßschnäbel.

Wie mache ich also meinem Kind grünes Gemüse und andere nicht süße Sachen schmackhaft?

Tolle Ideen habe ich bei Pia gefunden hier oder hier, davon habe ich mich zuhause auch inspirieren lassen und unseren Gemüseverbrauch etwas erhöhen können.

Weiterer Kniff aus dem Kindergarten ist, den Kindern das Essen einzeln anzubieten und nicht als Salat verrührt oder Soße mit allem. Kinder lernen gerade erst den Geschmack der Dinge kennen und das ist für sie aufregend genug. Also bietet man  eher einzelne Tomaten und Käsewürfel zum Naschen an als Tomatensalat mit Käse, Erbsen und Soße einzeln statt Erbsen in Soße.

Kinder müssen ca. 3x Dinge kosten, die ihnen fremd sind, bevor sie sich an den Geschmack erinnern und die Konsistenz kennen. Danach wird aus fremden, unbekannten, unangenehmen Sachen Essen, dass ihnen schmeckt.

Und zu allerletzt ist bekannt, dass Kinder auch Vorbilder brauchen, also Eltern, denen Gemüse schmeckt.

 

Das „Nicht“ im Kinderkopf

Die Psychologie weiß, dass das Wort „nicht“ in unseren Köpfen eigentlich nicht existiert. Wenn mir jemand sagt: Es regnet nicht, so ist meine gefühlte Assoziation schlechtes Wetter. Wenn mir jemand gutes Wetter vermitteln möchte, sollte er besser sagen: Die Sonne scheint.

Soweit ist es einfach. Relevant wird es, wenn ich einem Kind im Spracherwerb etwas sagen will. Das Kind kann mit Mühe den sachlichen Sinn erfassen, aber gerade bei Kindern ist die Gefühlsebene noch sehr unreflektiert und direkt, also auch direkt von den sachlichen Wörtern abhängig. Wenn ich meinem Kind sagen will, dass ich es liebhabe, muss ich sagen: ich habe dich lieb. Ein schlechtes Lob wäre: das ist nicht schlecht. Besser sage ich: Das ist gut, das gefällt mir.

Wenn mein Kind Angst hat, sage ich also nicht: Du brauchst keine Angst haben, es gibt keinen Grund zum Fürchten, ich gehe nicht weg. Das Kind hört: Angst, Grund zum Fürchten, Mutter geht weg. Tröste ich mein Kind, sage ich: Es ist alles in Ordnung, ich bin da, es ist gut so wie es ist, ich bleibe bei dir, ich tröste dich.

Fährt mein Kind mit seinem ersten Auto oder Roller die Wiese runter genau auf den einzigen Baum zu, so wird es sicher einen Unfall geben, wenn ich sage: nicht zum Baum, nicht auf den Baum zufahren. Sicherer ist es, den Fokus des Kindes nicht auf den Baum zu richten, sondern um den Baum herum: Lenke, fahre einen Bogen, fahre zum Zaun/Blume/Busch an der Seite, fahre um die Kurve.

Das sagt sich leicht, ist aber im Alltag schwer. Sicher sage ich auch zu meinen Kindern: so geht das nicht, mach das nicht. Aber ich denke, wenn man das mit dem „Nicht“ einmal weiß, so hat man die Möglichkeit eben doch bei wiederkehrenden Dingen wie Lob: „Das gefällt mir“ oder beim Trösten „Ich bin da“ oder bei der Unfallvermeidung „Fahr zu einem anderen Ziel“ eher daran zu denken und den Alltag ein bisschen einfacher zu gestalten.

Buchtipp zum Thema Impfen

Ich bin kein Impfgegner. Aber dennoch kann sich jeder seine eigenen Gedanken zum Thema Impfen machen und am Ende eine sachliche Entscheidung treffen.

Ganz toll ist eine Meinung zum Thema Impfen in der Zeitschrift Eltern vom Februar 14 veröffentlicht worden. -Es ging um die Empfehlungspolitik der Ständigen Imfpkommision, die bisher zum Impfen zur Vermeidung tödlicher Krankheiten und schwerer Krankheitsverläufe riet, aber inzwischen auch zunehmend Impfen zur Vermeidung von Krankheiten mit in die Empfehlungen aufgenommen hat.- Welchen Stellenwert man welcher Impfung zuordnet, muss leider jeder Elter für sich entscheiden. Auch entscheiden die verschiedenen Impfkommissionen der Länder unterschiedlich. Alle empfehlen die gleichen tödlichen Krankheiten zu vermeiden, aber in der Anzahl der Ergänzungsimpfungen gibt es unterschiedliche Ansichten je nach Nation.

Weiterer Aspekt einer Entscheidung ist nicht nur welche Impfung, sondern auch wann. Ich kann eine Impfung so zeitig wie möglich machen um so viel Risiko wie möglich auszuschließen oder ich mache eine Impfung kurz vor dem Zeitpunkt der höchsten Wahrscheinlichkeit, zum Beispiel die Pubertät oder verschiedene Entwicklungen von Eigenständigkeit und unbeaufsichtigtem Unterwegsein.

Da jede Impfung wie auch jede Krankheit immer Wirkung und Nebenwirkung hat, spielen auch diese eine Rolle bei der Impfentscheidung.

Als gute Information für Eltern fand ich das Buch von Martin Hirte:  Impfen Pro & Contra. Das Handbuch für die individuelle Impfentscheidung. Der Autor (Facharzt für Kinderheilkunde) positioniert sich selbst in keinster Weise als Befürworter und Gegner, sondern sammelt breit Aspekte von einzelnen Impfungen, wenn vorhanden, zeigt er alternative Wirkstoffkombinationen oder bietet auch die Möglichkeit die verschiedenen nationalen empfohlenen Impfpläne zu vergleichen. In den USA werden beispielsweise mehr, in den Niederlanden weniger Imfpungen als bei uns empfohlen. Das hat nichts mit mehr oder weniger richtig zu tun, sondern gibt einen Einblick in andere Perspektiven.

Das Buch ist außerdem sehr elternfreundlich geschrieben, neben einem sehr umfassenden Inhaltsverzeichnis und vorzüglich untergliederten Kapiteln zu allen einzelnen Impfungen gibt es am Ende jeder Impfung eine Kurzzusammenfassung für ganz Eilige, wer dort mehr wissen möchte, schlägt die entsprechende Unterüberschrift auf.

Auch mit diesem Buch ist die Entscheidung nicht erleichtert, aber die Überlegungen sind auf eine sehr sachliche Grundlage gestellt.  Damit empfinde ich dieses Buch als einen unentbehrlichen Ratgeber für Eltern.

Stillen im Bett, welche Unterlage schützt?

Wer sein Kind im Liegen stillt, kennt die Milchflecken, dem Kind tropft noch was aus dem Mund, die Brust tropft nach. Und schon sind überall im Bett Milchflecken. Ich habe verschiedenste Unterlagen zur Schonung der Matratze ausprobiert. Das Beste nach meiner Erfahrung ist eine wasserdichte Unterlage, die etwas größer ist (z.B. 140×70) quer über  den Brustbereich auf das Laken gespannt. Wichtig ist, dass die Unterlage wirklich wasserundurchlässig ist (PUL-Nässeschutz oder sowas, kein Moltontuch), weil sonst die Feuchtigkeit zwar aufgesogen wird, aber unter dem Tuch Staunässe entsteht und es stocken kann. Bei einer wasserundurchlässigen Auflage bleibt die Feuchtigkeit oben und kann über Nacht gleichzeitig mit dem Schlafen wegtrocknen, so dass früh alles wieder ist wie abends.

Die Unterlagen sind gleichzeitig sehr geeignet für Magen-Darm-Infekte. Wenn ein Kind bricht, so wird die Unterlage über das Kopfkissen gespannt und ermöglicht ein schnelles Neubeziehen, wenn man Glück hat, muss man nach dem Brechen nur die Unterlage wechseln.

Bei uns sind durch das Windelfreiwerden des Großen zur Zeit bis zu 8 Unterlagen wechselnd an allen Stellen der Betten in Gebrauch.