Archiv für den Monat März 2016

Babys weinen lassen oder nicht

Jeder kennt die gutgemeinten Ratschläge zum Weinen eines Kindes. Und jede Mutter kennt ihre Kinder und weiß, was sie brauchen. Nur kann man es ihnen nicht immer geben.

Und jede Mutter kennt, wenn sie mindestens zwei Kinder hat, die Situationen, dass das Baby weint, weil es müde ist, aber nicht einschlafen will, weil es die Geschwister spielen hört und mitspielen will. Eigentlich müsste die Mutter sich eine halbe Stunde mit dem Baby hinlegen und ihm helfen zur Ruhe zu kommen. Und jetzt kommt das ABER. Obwohl die Mutter das Baby versteht und ihm helfen möchte, ist es Mittag und das große Kind hat Hunger und das Essen auf dem Herd brennt an, wenn es nicht umgerührt wird. Und das Baby wiegt schon über 10 Kilo, wie es häufig der Fall ist, kurz bevor die Kinder krabbeln oder laufen können und der Rücken der Mutter schreit laut: Nicht tragen, sonst breche ich und du kannst dich um gar nichts mehr kümmern. Und was macht Mutter nun? Das Baby weinen lassen, obwohl sie weiß, warum das Baby weint und sie helfen könnte? Das große Kind weinen lassen, weil es Hunger hat und später auch noch Schlaf braucht? Das Baby tragen mit dem Risiko, die nächsten Wochen selbst zu weinen und nichts mehr machen zu können? Am Ende wird sie irgendeinen lahmen Kompromiss finden, das Baby ein bißchen tragen, was der Rücken grad aushält und dafür 10 Minuten Zeit gewinnen, dann das Baby ein bißchen weinen lassen und mit dem großen Kind essen, dann das große Kind zur Eile mahnen und weinen lassen und irgendwann zwei weinende Kinder ins Bett bringen, die hoffentlich schnell einschlafen und dann selbst kurz vor dem Weinen tief durchatmen und hoffentlich 10 Minuten selbst mal Pause machen.

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Wann Kinder Nüsse essen

Babys sollen ja bekanntermaßen keine Nüsse essen. Dafür habe ich mal eine sehr plausible Erklärung gehört.

Babys verschlucken sich noch häufig beim Essen und Schlucken. Nüsse werden in der Lunge als einziges Essen wohl nicht abgebaut im Gegensatz zu Milch oder Brotkrümeln. Falls sie sich verschlucken, müssen Nüsse operativ entfernt werden. So kann man Kindern, die sicher kauen und schlucken können, aber unbedenklich Nüsse anbieten.

Osternest basteln

Ich habe verschiedene Varianten überlegt, ein Osternest zu basteln. Alle schönen Varianten kannte ich aber erst für Kinder im Kindergartenalter, so hätte  ich sie dieses Jahr also noch selber gebastelt und das Kind hätte vielleicht ein oder zwei Striche darauf malen können. Also bin ich schlussendlich zu einer recht einfachen Variante gekommen.

Ich habe einfach eine Schüssel genommen und den Sohnemann Osteraufkleber darauf kleben lassen. Das ist für einen 2einhalbjährigen anspruchsvoll genug, ausserdem hat er dabei schnellen Erfolg und diesen auch noch innerhalb seiner Aufmerksamkeitsspanne. Dann haben wir noch in die Schüssel zusammen Ostergras gesäht. Das Beobachten des Wachsens macht aber mir scheinbar mehr Freude als ihm. Soviel also zu aller Pädaogik, die Kinder heben sie trotzdem aus und halten sich nicht an irgendwelche Vorgaben.

Kurzsichtigkeit

Kürzlich stand in der Mitgliederzeitung der AOK, dass Kinder, die mehrere Stunden täglich draußen verbringen, besser entwickelte Augen haben. Kinder, die mehr drinnen sind, sind kurzsichtiger. Das Licht gibt dem Auge Entwicklungsimpulse zur richtigen Entwicklung.

Kurz darauf „belauschte“ ich ein Gespräch von 2 Müttern. Das Thema war ähnlich. Sie unterhielten sich, dass die eine mit ihrem Kind rausgehen soll, am besten Wandern auf einen Berg oder wenigstens an die Elbwiesen, hauptsache, man kann in die Ferne sehen. Drinnen und in den Straßen sind die Blickachsen immer begrenzt und verstellt. Kinder brauchen die Möglichkeit, in die Ferne zu sehen, um die Fernsichteinstellung des Auges zu trainieren und dadurch Entwicklungsimpulse zu erhalten, damit sie nicht kurzsichtig werden. Fand ich auch logisch.

Also raus, spielen gehen!

Mobile basteln

Wenn man mit Baby lange Zeit im Bett verbringt, finde ich es toll, ein Mobile hängen zu haben, welches mir selbst gefällt. Da bietet es sich an, eines selbst zu basteln. Die Stäbe kann man im Park sammeln und trocknen lassen, im Bild hängt Buche, es geht aber jedes Holz, was einem gefällt. Dranhängen kann man alles, was man möchte, Babys erste Socken, Modellflugzeuge, Federn oder auch selbstgebastelte Papierengel oder Kugeln.

Ich habe aus Kreisen ein Dreieck gefaltet, für die Kuppen der Kugeln je 5 Dreiecke an den Seiten zusammengeklebt und in der Mitte sind 10 Dreiecke als Ring.

Das Schöne an den Mobiles mit Papier ist die Bewegung, allein der Luftzug durch das Betreten des Zimmers bringt das Mobile zum Schwingen. Wichtig ist, es gleichmäßig auszurichten.

Der Aufwand ist natürlich eher für große Bastler geeignet. Je nach dem, was man dranhängt, kann man aber auch Kinder ins Basteln einbeziehen, wenn diese zum Beispiel Papierbälle knüllen, die angehängt werden.

Babys erstes Bilderbuch

Für Babys ist das Blättern in Büchern sehr schwer zu erlernen. Manche Bücher haben Seiten, die besonders dick sind, da ist es leichter. Der große Sohnemann hatte große Mühe mit dem Üben. Für die kleine Mesta haben wir jetzt ein Buch geschenkt bekommen mit Tabs an der Seite. Optisch fand ich es nicht auf Anhieb ansprechend. Als aber die Mesta anfing damit zu spielen, war ich begeistert, auf dem Bild sieht man auch, dass es viel bespielt wird und bereits erste Schäden genommen hat. Durch die Tabs fiel es ihr sehr leicht, das Buch auf- und zuzublättern. So gehört das Buch eindeutig mit zu den besten Geschenken. Als erstes Babybuch sind solche Seitentabs unbedingt weiterzuempfehlen.

Badethermometer

Zur Geburt der kleinen „Mesta“, das ist unsere kleine Schwester, haben wir ein normales Badethermometer geschenkt bekommen. Da ich das Gefühl hatte, dass das Drogeriebadethermometer vom Sohnemann nicht mehr ganz genau ging, verglich ich beide und stellte fest, ja, das alte Thermometer zeigt fast 2°C weniger an als das neue und nach genauer Messung ging das neue richtig. Also haben wir uns über das neue Thermometer gefreut und nun dieses in Benutzung. Beide Kinder baden gern und oft.

Nur seit neuestem badet die Mesta nicht mehr gern, sondern schimpft beim Baden. Komisch. Vielleicht, weil sie durch das Krabbeln kalte Füße hat und ihr das Badewasser so heiß vorkommt. Beim letzten bitterlichen Weinen rief ich den Mann, doch mal das elektrische Thermometer vom Aquarium zu holen. Und das 37°C heiße Badewasser war in Wirklichkeit fast 40°C heiß. In diesem Moment hätte ich mich am liebsten heulend neben mein Kind geworfen. Natürlich weint sie. Ich war so wütend und verfluchte die Hersteller solcher minderwertiger Thermometer, das erste veränderte sich innerhalb von 3 Jahren um 2°C, das zweite wiederum änderte sich schon in 8 Monaten um ganze 3°C. Das ist zuviel.

Meine Empfehlung: Ich werde jetzt entweder weiter mit dem technischen Thermometer messen oder mit dem Fieberthermometer, das ist auch zuverlässig im Badewasserbereich, ist schließlich auch nichts anderes als Körpertemperatur.